Forschungstage Sulzfluh (21. 8. 2007)

    Materialseilbahn
Witzigerweise hatten die Ländle-Höfos einige Tage nach unserer Krippenstein-Woche ein paar Forschungstage in der Sulzfluhgegend geplant. Ich befürchtete, nach der Woche mal eine Zeit genug von Höhlen zu haben, doch das Gegenteil war der Fall: Ich wollte unbedingt mit, und auch Tsuki gesellte sich dazu, da sie am Krippenstein ordentlich Blut geleckt hatte. Hier ein Teil der Truppe beim Verladen des Materials in die Seilbahn.

    Krasser Karst
Zwar gibts nicht so viele Höhlen wie beim Krippenstein, doch die Felsformen suchen meines Erachtens beim Konkurrenz-Karst am Gottesacker oder am besagten Krippenstein seinesgleichen. Rechts oben klein im Bild: Ein Männlein bei der Hohlraumsuche.

    Nochmal Karst
In der Gegend fanden wir einen 20m-Schacht und Unmengen an Fossilien. Der 20m-Schacht wurde nicht befahren und hatte somit keine Gelegenheit, seine evtl. Fortsetzung preiszugeben. Irgendwie war man der Meinung dass man lieber was noch lohnenderes suchen sollte als Zeit mit der Befahrung von so "Ramsch" zu vergeuden. ;)

Trotz miesem Wetter - Nebel und Regen wechselten sich ab bzw. ergänzten sich prächtig - wird die Gegend aufmerksam inspiziert.

    Auf gehts!
Die erste und letzte Befahrung dieser Tage mit Schachtzeug - zumindest meine Person betreffend. Am Schachtgrund wartet etwas Geröll, in dem ohne Erfolg ein wenig gebuddelt wurde, und eine Kluft (sagt man das so?) die furchtbar eng einige Meter sichtbar weiter zieht. Wetterführung konnte festgestellt werden, und gut gezielte Steine in die Kluft polterten fröhlich einige Sekunden nach unten. Doch wie breit die Kluft die geschätzten 10 weiteren Meter nach unten zieht, weiß niemand. Ohne Einsatz von schwerem Gerät oder ganz leichtem Mensch ist an ein Weiterkommen jedenfalls nicht zu denken...

Alle fleissig am suchen, nur der faule Paul ist schon wieder am Treffpunkt und schießt in alle Richtungen Fotos. Zuerst in die Weite, doch dann werden auch die Details am Boden in Augenschein genommen.

    Nachdem mit lautem Gepolter...
...Unmengen an Geröll losgetreten wurden, inspizierte der Kamerad einen Schacht -- ohne besonderen Erfolg, in diesem Falle.

    Am dritten Tage...
...traf Verstärkung in Form dreier schweizer HöFos ein. Mit diesen wurde dann mit dem Absuchen der Gegend um die Sulzfluh herum begonnen. Die Sonne lachte vom Himmel und beschien eine prächtige Kulisse, auf der unter anderem die Drei Türme, die Schesaplana und auch die Zimba zu bewundern waren.

    Allerhand Löcher...
...säumten den Weg und luden zumindest zu einer oberflächlichen Inspektion ein.

    Ein kleines Horizontalobjekt...
...das entdeckt und auch gleich anständig vermessen wurde.

    Allerlei geologisch-mineralische Leckerbissen...
...lockern die Hohlraumsuche auf. Fast noch spannender als die Kristalle selber sind die wie mit dem Lineal gezogenen Schmutz-Linien in den Zwischenräumen.

    "Das trägt man heute so"
Modisch voll up-to-date, mit Schirmmütze und Helm, bewegt sich das Tsukodil rutschenderweise einen Geröllhang hinunter, um dann mit mir die verfrühte Heimreise anzutreten, da die Kundschaften wegen der Krippensteinwoche eh schon viel zu lange auf die Erledigung ihrer Arbeiten warten mussten...

Bedingt durch das oft miese Wetter sowie den niedrigen Energie-Level, der durch das beständige Herumhirschen mit schwerem-Schachtzeug-Seil-Gepäck verursacht wurde, hält sich die fotografische Ausbeute unserer drei Tage in Grenzen. Diese Bilder und Worte wollen sich also keineswegs anmaßen, einen besonders repräsentativen oder vollständigen Eindruck unseres Tuns zu präsentieren!

Nur so viel sei gesagt: Die Sulzfluhgegend hat uns wohl noch nicht das letzte Mal gesehen, und das nicht nur wegen des Gauerblick-Höhle-Klettersteigs, der noch auf unserer langen, langen Frische-Luft-ToDo-Liste steht...

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