Schottland 2015, Tag 2

Wir hatten diese Tour gebucht. Am frühen Morgen holen wir uns im Westcoasttours-Office (sie kooperieren wohl mit Staffatours) in Oban die Tickets und besteigen die Fähre, die uns auf die Insel Mull bringt. Dort geht es mit dem Bus bis nach Fionnphort.

In Fionnphort steigen wir in das Boot von Staffatours. Auf geht's zur Insel Lunga! Das Wetter ist bedeckt, aber vorerst bleibt es trocken. Auf Lunga werden wir abgesetzt und haben großzügige 2h Zeit. Nach einem kurzem Aufstieg sind wir im Puffin-Gebiet (Papageientaucher). Zuerst sind nur vereinzelte Puffins zu sehen, doch es werden immer mehr, und sie scheinen sich nicht an den Besuchern zu stören. Auch ohne Aufpasser, Schilder und Zäune verhalten sich die Leute rücksichtsvoll. Die Puffins sind mit Nestbau beschäftigt und zerren wild an Grasbüscheln. Die Beute wird dann in's Erdloch geschleppt. Zu späterer Jahreszeit werden sie Sandaale für ihre Jungen anschleppen, was toll aussehen würde (Beispiel) -- doch man kann nicht alles haben.

Endlich können wir uns an Puffins sattsehen, auf Island sehen wir nur wenige scheue Exemplare. (Dafür um so mehr Verbotsschilder, Zäune etc.)

Zwischendurch erwandern wir noch den Gipfel der Insel. Das Wetter wird schlechter: Starker Wind und Regen. Der horizontale Regen hat jedoch den Vorteil, dass man kein Dach braucht, sondern hinter einer simplen kleinen Felswand Zuflucht suchen kann. :-) Irgendwann geht es dann zurück zur Anlegestelle, wo uns das Boot wieder abholt.

Der nächste Programmpunkt ist die Insel Staffa. Eine wilde Ansammlung von Basaltsäulen inkl. Höhle. Bei der Urlaubsplanung mit Google Earth sind wir darüber zufällig gestolpert und wollten dann unbedingt hin. Die Puffins waren quasi nur die "Draufgabe". Es schüttet nun richtig ordentlich, doch wir tun unser bestes um doch ein paar brauchbare Fotos zu bekommen. Der Regen ist so stark dass die Kamera oft auf die Regentropfen fokussiert statt auf das Motiv...

Der Aufenthalt auf Staffa ist relativ kurz, was wetterbedingt nicht weiter stört. Auf dem Weg zu Fingals Cave sind einige (langsame) Leute unterwegs, und Überholen ist nicht gut möglich (Halteseil + glitschig) -- das kostet die meiste Zeit. Nach der Höhle geht's noch kurz eine Treppe hinrauf, und dann schon wieder ins Boot. Der Nächste Halt ist die bewohnte Insel Iona. Dort gäbe es eigentlich eine Abby zu besichtigen (gegen Entgelt) oder div. Spaziergänge zu machen, doch wir schlagen die Zeit in einem Pub tot, weil wir durchnässt sind und es weiterhin schüttet.

Schlussendlich geht es mit einem Schiff zurück nach Fionnphort und mit Bus und Fähre nach Oban. Während der Busfahrt gab es diesmal pausenlos Erklärungen und Scherze seitens des Busfahreres, welcher ein fantastisches Englisch sprach. Trotz des Wetters war der Tag definitiv ein Highlight des Urlaubs!