Umrundung Breitenberg via Feientobel

Eine kleine aber feine Halbtags-Wanderung (grob 600 hm), wir waren richtig begeistert! Zu sehen gibt es grüne Schluchten mit zahlreichen Wasserfällen, und vom Breitenberg schaurig-schöne Tiefblicke. Zimperlich darf man aber nicht sein, etliche Stellen sind nicht ohne Grund mit Seil und Trittstiften versichert, und ab und zu muss auch beherzt in eine Wurzel gegriffen werden. Richtig "Klettern" muss man nicht, doch der Untergrund ist oft steil, nass, rutschig, voller Laub (oft alles gleichzeitig). Ich bezweifle dass der Weg in diesem Schattenloch jemals richtig trocken wird. Zudem ist die Routenfindung nicht ganz einfach. Ich empfehle Smartphone mit GPS und einer OpenStreetMap-Karte (als App z. B. Locus). Zumindest die meisten Wege sind eingezeichnet. Siehe auch meine Routenskizze in einer Karte von mtbmap.cz, 1. Bild unten. Auf die darin enthaltenen Nummern beziehe ich mich in der folgenden Beschreibung.

Gleich vorab: An Punkt (8) in der Karte ist lt. Schild der Weiterweg wegen Steinschlag gesperrt. Wir ignorierten das Schild, es wäre sonst ein Riesen-Umweg geworden und es war schon spät. Der Weg war tipp-topp und im Vergleich zum Rest der Tour einfach. Anzeichen von frischem Steinschlag konnten wir keine feststellen. Zudem war das andere Ende des Weges NICHT gesperrt. So ganz ernstzunehmen ist das Verbot somit wohl nicht. Ansonsten gibt es Abstiegs-Alternativen (Karren, Bus von Schuttannen etc.)

Tour-Beschreibung

Die Tour beginnt in der Nähe vom Restaurant Haslach in Dornbirn: Einfach noch etwas nach Südwesten (Fahrverbot!) bis man (links) zu einem Bach mit div. Verbauung gelangt (1). Dem Forstweg folgen, immer dem Bach entlang. Aus dem Forstweg wird bald ein normaler Weg, weiter dem Bach entlang, der links vom Weg ist. Nach einer großen künstlichen Wasserfallstufe direkt im Bachbett weiter und bald den Bach queren, weiter am Bach entlang. Und schon sind wir beim imposanten Fallbach-Wasserfall (2) -- wobei die Imposanz abhängig von der Wassermenge freilich variiert.

Wer mag, kann sich den Wasserfall noch aus der Nähe anschauen (Kamera wird nass, Sprühnebel!). Ansonsten geht es links steil weiter. An einer besonders heiklen Stelle (Bild) gibt es ein Halteseil und eine umwickelte Wurzel. Man bleibt immer zwischen dem Fallbach (rechts) und einer steilen Schlucht (links). Immer nach Wegspuren Ausschau halten! Irgendwann mündet man an der Stelle (3) auf einen besseren Weg ein. Nach links führt dieser zum Leiterweg, wir wollen aber nach rechts zum Feientobel.

Der Weg ist zunächst unspektakulär, und bald läuft man wieder am Fallbach entlang (rechts vom Weg). Nun wird es immer schöner, aber auch anspruchsvoller. Es folgt eine Seilversicherte Passage mitten durch einen Zufluss, man man quert anschließend den Bach. Der Bach bleibt nun eine Zeit lang linker Hand und es folgt der schönste Teil des Weges mit zahlreichen Wasserfällen. Viele Stellen sind versichert. Ein Halteseil wird von Schnecken belagert: Der schleimige Preis der Sicherheit! Irgendwann kommt ein Büchlein in dem wir unserer Begeisterung Ausdruck verliehen haben. Bald wird der Weg dann wieder einfacher und flacher. Der Bach immer noch links von uns.

An der Stelle (4) führt ein schmales Weglein weiter, das in der Karte fehlt. Es endet an einem Stacheldrahtzaun (durchschlüpfen!) wo die Wegspuren enden. Doch nicht verzagen, ein paar Meter aufsteigen und man kommt auf einen Forstweg. Bald folgt eine ungewohnte Perspektive auf den Karren (unten, 1. Bild) Beim Abzweig nach rechts wirken Schranke, Absperrband und Schild wenig einladend, doch eine richtige Absperrung oder ein Begehungsverbot ist es nicht. Ein Abzweig bringt uns direkt an den Abbruch des Breitenbergs, wo der Weg dem Abgrund eine Zeit lang folgt. Die Tiefblicke sind atemberaubend und grausig. Wer ein Geländer vermisst sollte lieber nebenan zur neu erbauten "Karrenkante" gehen. Den in der Karte verzeichneten Gipfel kann man sich schenken -- eine leichte Erhebung im Wald ohne Markierung.

Auf Forstwegen weiter zu einem Parkplatz, und dort über einen Wanderweg zu einer Gruppe Ferienhäuser. Von dort ist der Weiterweg an Stelle (6) schwer zu finden. Dort wo er laut GPS genau sein sollte, steht ein Häuschen mit Wiese. Einfach ein paar Meter über wiese Wiese (KEINE Wegspuren!), dann ist man beim unauffälligen Waldweg. An Stelle (7) haben wir die Abkürzung die es geben müsste nicht gefunden, wir machen also den Schlenker am Forstweg.

Nun folgt ein interessanter Teil zwischen Steinbruch und Breitenberg. Irgendwie hat dieser idyllische Fleck voller Wiesen etwas märchenhaftes, man fühlt sich weit weg von Dornbirn. An Stelle (8) wie bereits beschrieben Sperre wegen angeblichem Steinschlag. Bald wird aus dem Weg wieder ein Forstweg, der dann in den Forstweg einmündet den wir schon vom Aufstieg kennen.

Weiterführende Infos zu den Wegen:
http://www.meuse24.info/20110620_Feientobel/
http://www.tfj.ch/karren-dornbirn/dornbirn-emsreute-at.html
http://www.tfj.ch/karren-dornbirn/dornbirn-feientobel-fallbach-at.html

Fotos: Die meisten von mir, manche von Rebecca Tsukalas

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