Tag 11: Von Coos Bay zum Crater-Lake-Nationalpark

Auf dem Weg passieren wir einen schönen Fluss, und beim Trailhead zu den Toketee Falls gibt es eine Holz-Pipeline zu bewundern, die diverse Lecks hat, wo mit hohem Druck Wasser herausschießt, was zu fantastischen Regenbögen führt. Man beachte die Tropfenspuren im Detail: Manche sind strichliert, vermutlich bewegen sich die Tropfen sehr schnell und "rhythmisch". Manche Tropfen sind einfarbig, andere decken hingegen "solo" das ganze Spektrum ab. Wenn ich das geahnt hätte, hätte ich wohl mehr Fotos gemacht.

Auf dem Trail zu den Falls riecht es pervers nach Zuckerwatte. Generell scheint es viele stark riechende Pflanzen/Kräuter zu geben, wilde Gerüche werden uns noch öfter auffallen. Den Wasserfall kann man von einer Holzplattform bewundern, die an einen Baum gebaut wurde. Es gibt einen haarsträubenden inoffiziellen Pfad, den zahlreiche lebensmüde Leute mit schlechten Schuhen benutzen um näher zum Wasserfall zu kommen. Steil, rutschig, gefährlich und mit einem drittklassigen Halteseil. Genau richtig für mich, doch Tsuki zickt und die Zeit drängt (wie immer).

Weiter geht's zum Crater Lake National Park. In der Gegend gibt es Waldbrände, die Luft ist entsprechend trüb und mancherorts sieht man Rauch aufsteigen. Als wir das erste mal die Kante erreichen und auf den großen, kreisrunden See blicken, ist es wie eine kleine Offenbahrung. Leider lässt sich das mit den Fotos nicht so wirklich vermitteln. Wir wollen eigentlich den gesamten See umfahren, doch das geht sich vor Sonnenuntergang nicht aus. So begnügen wir uns mit einem Teilstück. Großen Gefallen finde ich auch an den leuchtend grünen Flechten, mit den sich Tsuki auf einem Foto ein Bärtchen zaubert. Auf den Sonnenuntergangs-Bildern sieht man übrigens gut die Rauch-Schicht von den Waldbränden. Bei der Weiterfahrt zur nächsten Unterkunft (eine einfache Lodge nur für eine Nacht) ist drei Mal Rotwild auf der Straße. Einmal lässt eine Vollbremsung das Fotozeug durch's Auto purzeln.