Tag 14: Lassen Volcanic National Park

Da wir 2 Nächte in Shingletown hatten, blieb uns ein voller Tag für den Nationalpark. Die lieblichen Wiesen und Bäche waren eher unerwartet. Allgegenwärtig waren die Spuren von Waldbränden. An den Bäumen hing oft wieder diese grellgrüne Flechte. Eine Wanderung führte uns zur Bumpass Hell, einem geothermalen Gebiet, das aber nicht mit Is- oder Neuseeland mithalten kann. Zudem war ein Teil des Boardwalks gesperrt, vermutlich wegen Einsturzgefahr durch die sich ständig ändernde geothermale Aktivität.

Weiter geht es zu den Sulphur Works, wo direkt an der Straße ein prächtiger Schlammtopf vor sich hin blubbert. Best Schlammtopf ever!!! :-)

Das Finale zum Sonnenuntergang sollten die Painted Dunes und Cinder Cone werden. Leider haben wir's zeitlich wieder mal vergeigt, sodass es eine Hetzerei ohne Ende wurde: Die Waschbrett-Buckelpiste fraß mehr Zeit als geplant, und für die Wanderung durch das vulkanische Material, in das man ordentlich einsinkt, wären wohl Schneeschuhe ratsam gewesen. Zum Schluss dann noch mühsame Höhenmeter, puh. Wir erwischen gerade noch ein paar letzte Sonnenstrahlen auf die Dunes, aber eigentlich sind wir zu spät. Man hätte hier noch viel machen können: Wieder runter zu den Dunes, hindurchwandern etc. Im Sonnenuntergang sah man übrigens wieder gut die Rauchschichten der Waldbrände. Die Stimmung war trotzdem toll, und nach dem Sonnenuntergang schnauften wir durch die Dunkelheit zurück zum Auto. In der Einsamkeit kommt einem dann gleich wieder in den Sinn, dass es hier Bären und Berglöwen gibt, und so waren wir erleichtert, unbeschadet unser Gefährt zu erreichen.

Die Rückfahrt zieht sich, und zum Essen-gehen sind wir zu spät bzw. der Ort gibt eh nichts her. So wärmen wir in der Mikrowelle zwei Dosen Campbells Tomato Soup und verkosten noch ein Bier das wir schon seit Tagen mit uns herumschleppen. Es ist das Apocalypse IPA von 10 Barrel Brew, das vom Duft sehr deutlich an Cannabis erinnert.